top of page

Rückenschmerzen im unteren Rücken – Ursachen, Symptome und effektive Hilfe




Rückenschmerzen im unteren Rücken sind ein weit verbreitetes Problem – ob durch zu langes Sitzen, schweres Heben oder Stress. Die Beschwerden können akut auftreten oder sich über Wochen und Monate hinweg entwickeln. In diesem Artikel erfährst du, woher die Schmerzen kommen, welche Symptome typisch sind und welche Maßnahmen dir nachhaltig helfen können.


Was sind Rückenschmerzen im unteren Rücken?


Der untere Rücken wird medizinisch als Lendenwirbelsäule (LWS) bezeichnet. Schmerzen in diesem Bereich nennt man auch Lumbalgie oder „Kreuzschmerzen“. Sie gehören zu den häufigsten Gründen für Arztbesuche und Krankschreibungen.


Mögliche Ursachen für Schmerzen im unteren Rücken


1. Verspannungen der Rückenmuskulatur


Oft entstehen Schmerzen durch muskuläre Dysbalancen, etwa durch langes Sitzen oder falsches Heben.


2. Bandscheibenvorfall oder -vorwölbung


Die Bandscheiben im unteren Rücken sind besonders anfällig für Verschleiß. Kommt es zu einem Vorfall, kann Druck auf einen Nerv entstehen – oft mit Ausstrahlung ins Bein (Ischias).


3. Iliosakralgelenk-Blockade (ISG)


Das ISG verbindet Wirbelsäule und Becken. Blockaden in diesem Bereich führen zu einseitigen, tiefsitzenden Schmerzen im unteren Rücken.


4. Fehlhaltungen und Bewegungsmangel


Wer viel sitzt oder wenig aktiv ist, belastet die Lendenwirbelsäule einseitig – Rückenschmerzen sind oft die Folge.


5. Arthrose der kleinen Wirbelgelenke


Mit dem Alter verschleißen auch die kleinen Gelenke der Wirbelsäule – es kommt zu Steifheit und chronischem Schmerz.


6. Stressbedingte Rückenschmerzen


Dauerhafter psychischer Stress wirkt sich auch auf den Körper aus – vor allem durch erhöhte Muskelspannung im Rückenbereich.


Typische Symptome bei Rückenschmerzen im unteren Rücken


  • Lokaler, ziehender oder stechender Schmerz im Lendenbereich

  • Bewegungseinschränkungen beim Bücken, Aufrichten oder Drehen

  • Muskelverspannungen und Druckempfindlichkeit

  • In manchen Fällen: Ausstrahlung in Gesäß oder Beine

  • Schmerzverstärkung durch längeres Sitzen oder Stehen


Was hilft wirklich bei Rückenschmerzen im unteren Rücken?


1. Sanfte Bewegung


Statt Schonung hilft moderate Bewegung – z. B. Spazierengehen, Schwimmen oder gezielte Dehnübungen.


2. Wärmeanwendungen


Wärme lockert verspannte Muskeln und wirkt durchblutungsfördernd. Ideal: Wärmepflaster, Wärmflasche oder Rotlicht.


3. Kräftigungsübungen


Ein gezieltes Training der Rumpfmuskulatur stabilisiert die Wirbelsäule und beugt neuen Schmerzen vor.


4. Ergonomischer Arbeitsplatz


Achte auf einen gut eingestellten Bürostuhl, einen passenden Schreibtisch und regelmäßige Haltungswechsel.


5. Physiotherapie


Ein:e Physiotherapeut:in kann Verspannungen lösen, Beweglichkeit verbessern und individuelle Übungen anleiten.


6. Stressmanagement


Atemübungen, Meditation oder progressive Muskelentspannung helfen, innere Anspannung abzubauen.


Wann zum Arzt?


Du solltest medizinische Hilfe aufsuchen, wenn:


  • die Schmerzen länger als eine Woche anhalten

  • Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Lähmungserscheinungen auftreten

  • die Schmerzen nach einem Unfall begonnen haben

  • die Beschwerden sich trotz Schonung und Bewegung verschlechtern


Fazit


Rückenschmerzen im unteren Rücken sind belastend, aber meist gut behandelbar. Mit Bewegung, gezieltem Training und ergonomischen Anpassungen lassen sich viele Beschwerden lindern oder sogar vermeiden. Wer frühzeitig reagiert und aktiv bleibt, schützt seine Wirbelsäule langfristig.







Comments

Rated 0 out of 5 stars.
No ratings yet

Add a rating
bottom of page