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Rückenschmerzen im oberen Rücken – Ursachen, Symptome und was wirklich hilft




Rückenschmerzen im oberen Rücken sind zwar seltener als im unteren Rücken, aber genauso belastend. Sie treten häufig zwischen den Schulterblättern oder im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS) auf. In diesem Artikel erfährst du, woher diese Schmerzen kommen, welche Symptome typisch sind und wie du sie effektiv lindern kannst.


Was sind Rückenschmerzen im oberen Rücken?


Der obere Rücken umfasst die Region der Brustwirbelsäule (BWS) – also die Wirbel T1 bis T12 – sowie den Bereich zwischen den Schulterblättern. Schmerzen in diesem Abschnitt werden oft durch muskuläre Verspannungen oder Fehlhaltungen verursacht, können aber auch andere Ursachen haben.


Häufige Ursachen für Schmerzen im oberen Rücken


1. Muskelverspannungen


Durch langes Sitzen, Stress oder einseitige Belastungen verspannen sich oft die Schulter- und Rückenmuskeln.


2. Fehlhaltung


Besonders am Schreibtisch kommt es schnell zu einem „Rundrücken“ – eine Haltung, bei der Schultern nach vorne fallen und der obere Rücken überlastet wird.


3. Blockaden der Brustwirbelsäule


Bewegungsmangel kann zu sogenannten BWS-Blockaden führen – also einer vorübergehenden Bewegungseinschränkung einzelner Wirbelgelenke.


4. Probleme mit dem Schultergürtel


Verspannungen in Nacken oder Schultern können sich auf den oberen Rücken ausweiten – oft spürbar als dumpfer oder ziehender Schmerz zwischen den Schulterblättern.


5. Stress und psychische Belastung


Emotionale Anspannung zeigt sich oft im oberen Rücken: Die Schultern „hochziehen“, der Nacken wird steif, der obere Rücken verspannt.


6. Seltener: Erkrankungen der inneren Organe


Manchmal können Schmerzen im oberen Rücken von Herz, Lunge oder Magen ausgehen – z. B. bei Angina Pectoris, Reflux oder Lungenerkrankungen. Hier ist ärztliche Abklärung wichtig!


Typische Symptome


  • Ziehende oder stechende Schmerzen zwischen den Schulterblättern

  • Druckgefühl oder Verspannung in der Brustwirbelsäule

  • Bewegungseinschränkungen (z. B. beim Drehen oder tiefen Atmen)

  • Schmerzen beim langen Sitzen oder nach körperlicher Belastung

  • In manchen Fällen: Ausstrahlung in Arme, Nacken oder Brustkorb


Was hilft gegen Rückenschmerzen im oberen Rücken?


1. Bewegung & Mobilisation


Regelmäßige Bewegung ist der Schlüssel – besonders Ausgleichsbewegungen zur Sitzhaltung (z. B. Schulterkreisen, Rückbeugen).


2. Dehnübungen & Faszienrollmassage


Sanfte Dehnungen für Brust- und Rückenmuskulatur sowie das Ausrollen mit einer Faszienrolle (Triggerpunkte!) lösen Verspannungen.


3. Ergonomischer Arbeitsplatz


Achte auf einen aufrechten Sitz, einen passenden Monitorabstand und regelmäßige Haltungswechsel.


4. Wärme & Entspannung


Wärmepflaster oder warme Duschen lockern die Muskeln. Atemübungen, Meditation oder progressive Muskelentspannung helfen, Stress abzubauen.


5. Kräftigung der Rückenmuskulatur


Gezielte Übungen für den oberen Rücken stärken die Haltung und beugen Schmerzen langfristig vor.


6. Physiotherapie oder manuelle Therapie


Ein:e Therapeut:in kann Blockaden lösen, Fehlhaltungen erkennen und individuelle Übungen anleiten.


Wann solltest du einen Arzt aufsuchen?


  • Bei plötzlich auftretenden, sehr starken Schmerzen

  • Wenn Schmerzen in die Brust, Arme oder den Kiefer ausstrahlen

  • Bei Atemnot, Übelkeit oder Schwindel – Notfall: sofort ärztlich abklären!

  • Wenn die Beschwerden trotz Bewegung und Selbsthilfe länger anhalten


Fazit


Rückenschmerzen im oberen Rücken entstehen meist durch muskuläre Verspannungen, Fehlhaltungen oder Stress. Mit gezielten Übungen, besserer Haltung und regelmäßiger Bewegung lassen sich die Beschwerden oft deutlich lindern. Wichtig ist: Aktiv bleiben und die Warnsignale des Körpers ernst nehmen.







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