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Altersbedingte Rückenschmerzen – Ursachen und was dahintersteckt

Aktualisiert: 21. März


Rückenschmerzen im Alter sind weit verbreitet und betreffen Millionen Menschen weltweit. Doch woher kommen diese Beschwerden wirklich? In diesem Artikel erfährst du, welche altersbedingten Veränderungen im Körper Rückenschmerzen begünstigen und was du dagegen tun kannst.


Warum treten Rückenschmerzen im Alter häufiger auf?


Mit zunehmendem Alter verändert sich der menschliche Körper auf natürliche Weise. Besonders die Wirbelsäule und die umgebenden Strukturen sind betroffen. Die Elastizität und Stabilität der Wirbelsäule nimmt ab, was Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zur Folge haben kann.

Hier sind die häufigsten Ursachen für altersbedingte Rückenschmerzen:


1. Abnutzung der Bandscheiben (Degenerative Bandscheibenerkrankung)


Die Bandscheiben fungieren als "Stoßdämpfer" zwischen den Wirbeln. Im Alter verlieren sie an Flüssigkeit und Elastizität. Dadurch sinkt ihre Pufferfunktion, und es kommt leichter zu Verspannungen und Schmerzen, insbesondere im unteren Rückenbereich (Lendenwirbelsäule).


2. Arthrose der Wirbelgelenke (Facettengelenksarthrose)


Mit der Zeit verschleißen auch die kleinen Wirbelgelenke, die die Beweglichkeit der Wirbelsäule ermöglichen. Die Facettengelenksarthrose führt zu Steifheit, Entzündungen und Schmerzen, vor allem bei Dreh- und Beugebewegungen.

3. Osteoporose und Wirbelkörperfrakturen


Osteoporose (Knochenschwund) macht die Knochen porös und anfälliger für Brüche. Schon kleine Belastungen können zu sogenannten Kompressionsfrakturen der Wirbelkörper führen, die mit starken Rückenschmerzen einhergehen.


4. Muskelabbau (Sarkopenie)


Der altersbedingte Verlust von Muskelmasse und Muskelkraft – auch Sarkopenie genannt – schwächt die Stabilität der Wirbelsäule. Geschwächte Rückenmuskeln können die Wirbelsäule nicht mehr optimal stützen, was Verspannungen und Schmerzen zur Folge haben kann.


5. Haltung und Bewegungsmangel


Viele ältere Menschen bewegen sich weniger und nehmen häufiger ungünstige Körperhaltungen ein. Fehlhaltungen und einseitige Belastungen fördern die Entstehung von Rückenschmerzen zusätzlich.


Risikofaktoren, die altersbedingte Rückenschmerzen verstärken


  • Übergewicht: Mehr Körpergewicht bedeutet mehr Belastung für die Wirbelsäule.

  • Bewegungsmangel: Fehlende körperliche Aktivität verschlechtert die Muskulatur.

  • Schlechte Ernährung: Mangel an Kalzium und Vitamin D fördert Osteoporose.

  • Rauchen: Beeinträchtigt die Durchblutung und verschlechtert die Bandscheibenversorgung.

Was kannst du gegen altersbedingte Rückenschmerzen tun?


Die gute Nachricht: Du bist Rückenschmerzen im Alter nicht hilflos ausgeliefert! Es gibt viele wirksame Maßnahmen, um Beschwerden zu lindern oder vorzubeugen:


Bewegung ist das A und O


Regelmäßiges Training – vor allem gezielte Kräftigungsübungen für Rücken und Bauch – stärkt die Muskulatur und stabilisiert die Wirbelsäule.


Ergonomische Anpassungen


Eine rückenfreundliche Sitzhaltung, ein passender Lattenrost oder ein höhenverstellbarer Schreibtisch können die Wirbelsäule im Alltag entlasten.


Physiotherapie


Professionelle physiotherapeutische Behandlungen können Verspannungen lösen, die Beweglichkeit verbessern und die Schmerzen reduzieren.


Osteoporose vorbeugen


Eine knochenfreundliche Ernährung mit ausreichend Kalzium und Vitamin D sowie regelmäßige Belastung der Knochen durch Bewegung sind wichtig.


Entspannungstechniken


Methoden wie Yoga, progressive Muskelentspannung oder Atemübungen helfen, muskuläre Verspannungen abzubauen.


Fazit


Rückenschmerzen im Alter sind häufig das Resultat natürlicher Abbauprozesse, lassen sich aber durch Bewegung, eine gesunde Lebensweise und gezielte Prävention deutlich reduzieren. Wer frühzeitig aktiv wird und auf seinen Rücken achtet, kann die Lebensqualität auch im Alter erhalten.

Warum Mülltonnen nicht stinken Roman Welzk




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