Abführen – Was hilft wirklich? Natürliche und bewährte Mittel gegen Verstopfung
- Roman Welzk | Gründer mein-physio.info
- 15. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Verstopfung ist ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen gelegentlich oder sogar regelmäßig betrifft. Ein träger Darm kann unangenehm sein und das Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Doch bevor man zu chemischen Abführmitteln greift, gibt es zahlreiche natürliche Methoden, um die Verdauung sanft anzuregen. In diesem Artikel erfährst du, welche Hausmittel, Lebensmittel und Verhaltensweisen bei Verstopfung helfen.
1. Ballaststoffreiche Ernährung – Die Basis einer gesunden Verdauung
Ballaststoffe sind der Schlüssel zu einer regelmäßigen Verdauung. Sie erhöhen das Stuhlvolumen und regen die Darmtätigkeit an. Besonders empfehlenswert sind:
Vollkornprodukte wie Haferflocken, Vollkornbrot und brauner Reis
Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen und Bohnen
Obst und Gemüse, insbesondere Äpfel, Birnen, Karotten und Brokkoli
Leinsamen und Chiasamen, die viel Quellstoffe enthalten und den Stuhl auflockern
Tipp: Steigere die Ballaststoffzufuhr langsam, um Blähungen zu vermeiden, und trinke ausreichend Wasser.
2. Viel trinken – Wasser als Verdauungshilfe
Flüssigkeitsmangel kann zu einer harten Stuhlkonsistenz führen. Empfehlenswert sind:
Mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser pro Tag
Kräutertees wie Fenchel-, Kamille- oder Pfefferminztee
Verdauungsfördernde Getränke, z. B. warmes Wasser mit Zitrone oder Apfelessig
Besonders am Morgen kann ein Glas lauwarmes Wasser auf nüchternen Magen die Verdauung anregen.
3. Bewegung – Der Darm braucht Aktivität
Körperliche Inaktivität kann die Darmbewegung verlangsamen. Regelmäßige Bewegung hilft, den Verdauungstrakt in Schwung zu bringen. Effektiv sind:
Tägliche Spaziergänge (mind. 30 Minuten)
Yoga-Übungen, die gezielt die Darmtätigkeit anregen (z. B. die Kobra oder der Drehsitz)
Leichte Bauchmassagen im Uhrzeigersinn, um die Darmmuskulatur zu stimulieren
4. Natürliche Abführmittel – Diese Lebensmittel helfen beim Abführen
Bestimmte Lebensmittel haben eine besonders verdauungsfördernde Wirkung:
Pflaumen und Pflaumensaft – Enthalten Sorbit, das Wasser in den Darm zieht
Leinsamen und Flohsamenschalen – Bilden eine gelartige Masse, die den Darm anregt
Trockenfrüchte wie Feigen und Datteln – Ballaststoffreich und natürlich süß
Sauerkraut und Joghurt – Enthalten probiotische Bakterien, die die Darmflora stärken
Olivenöl oder Leinöl – Unterstützt den Stuhlgang, wenn täglich 1 EL eingenommen wird
5. Hausmittel gegen Verstopfung
Neben ballaststoffreicher Ernährung gibt es weitere bewährte Hausmittel:
Bittersalz (Magnesiumsulfat) – Fördert die Wassereinlagerung im Darm und weicht den Stuhl auf
Aloe Vera Saft – Hat eine sanfte, aber effektive abführende Wirkung
Kaffee – Koffein regt die Darmmuskulatur an und kann den Stuhlgang erleichtern
Honig – Wirkt leicht abführend, wenn er in warmem Wasser aufgelöst wird
6. Abführmittel aus der Apotheke – Wann sind sie nötig?
Falls natürliche Methoden nicht ausreichen, gibt es rezeptfreie Abführmittel wie:
Lactulose oder Macrogol – Binden Wasser im Darm und machen den Stuhl weicher
Bisacodyl oder Natriumpicosulfat – Stimulieren die Darmbewegung (nur kurzfristig nutzen!)
Glycerin-Zäpfchen oder Mikroklistiere – Für akute Verstopfung geeignet
Achtung: Chemische Abführmittel sollten nur in Ausnahmefällen und nicht langfristig verwendet werden, da sie zur Gewöhnung führen können.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Wenn Verstopfung länger als drei Wochen anhält oder mit Symptomen wie starken Bauchschmerzen, Blut im Stuhl oder unerklärlichem Gewichtsverlust einhergeht, ist ein Arztbesuch ratsam.
Fazit: Sanfte Methoden sind die beste Wahl
Wer unter Verstopfung leidet, kann mit einer ballaststoffreichen Ernährung, viel Flüssigkeit, Bewegung und natürlichen Abführmitteln viel bewirken. Chemische Abführmittel sollten nur als letzte Option genutzt werden. Mit den richtigen Gewohnheiten bleibt die Verdauung langfristig im Gleichgewicht.
Hast du regelmäßig Verdauungsprobleme? Dann teste einige der genannten Tipps und finde heraus, was dir am besten hilft!
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